Ulrich Heinen / Laura Delitala-Möller
La bottega di Leonardo.
Die Klugheit der Praxis – Lernwerkstatt zu Leonardo da Vincis Kunstdidaktik

Die Malerwerkstätten der Renaissance waren besondere Lernorte. Das Lernen der Malerei war eng verwoben mit humanistischen Studien zu Philosophie, Theologie, Literatur, Naturwissenschaften und Mathematik. Zeichnend, malend und im gelehrten Gespräch wurden etwa die räumliche Wahrnehmung oder die Bewegung des Körpers und der Seele eindringlich erforscht. Leonardos Projekt zur schriftlichen Systematisierung seiner Kunstlehre blieb zwar unvollendet und offen. Die zahllosen Fragmente dokumentieren aber seine lebenslange praktische und konzeptionelle Arbeit an der „scienza della pittura“ (Malerei als Wissenschaft). Auch heute noch sind diese Texte in ihrer künstlerischen Haltung, ihren kunsttheoretischen und kunstdidaktischen Systemansätzen sowie in zahllosen Details für Kunst und Kunstpädagogik aktuell und lebendig. Der Workshop erschließt einen Zugang zu diesem Fundus auf der Suche nach dessen didaktischem Potential für den Kunstunterricht heute.

Laura Delitala-Möller (M.A.) ist Kunst- und Kulturpädagogin in Saarbrücken. Sie arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung im saarländischen Verbundprojekt Salut an der Hochschule für Musik (HfM) Saar mit Schwerpunkt Ästhetische Bildung und Inklusion im Primarbereich und als Lehrerin für das bikulturelle Grundschulprojekt „Arcobaleno“.

 

Rolf Niehoff / Alexander Titz

Bildgeschichte rückwärts

In diesem Workshop soll der von Rolf Niehoff in seinem Vortrag vorgestellte Zugang anhand von mehreren Bildtopoi konkret erprobt werden. Dabei wird die Methode des Kartografierens zum Einsatz kommen, als dessen Wegbreiter der Kulturwissenschaftler Aby Warburg (1866-1929) gilt. Verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung können erprobt und auf ihre Umsetzbarkeit im Unterricht hin untersucht werden. Die Chancen einer Didaktik der Bilderkundung, die ihren Ausgangspunkt in der Lebenswelt der Schüler nimmt und davon ausgehende Fragen zur Rolle des kulturellen Gedächtnisses sollen in einer abschließenden Runde gemeinsam erörtert werden.

Alexander Titz ist Kunstlehrer am Gymnasium am Steinwald in Neunkirchen, Fachleiter für Kunst und Künstler.

 

Eva Biard / Ulrike Tiedemann
Musik trifft Kunst. Werke aus Kunst und Musik als Ausgangspunkt für Inszenierung, Performance und weitere Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Workshop Musik trifft Kunst bietet eine Plattform für interdisziplinäres Arbeiten.

Die zeitlich enge Verzahnung ausgewählter Kompositionen und Bilder schafft durch die musik- und kunstpraktische Annäherung intensive, ästhetische Erfahrungen. Die Schwerpunkte des Workshops entstanden aus einem einsemestrigen Kooperationsprojekt der HfM und HBKSaar.

Bitte mitbringen:
– 2 bis 3 Utensilien (aus den Bereichen „Verpackung“, „Alltag“, „Hobby“ etc.), die zum Bau eines     
  raumgeometrischen Kostüms beitragen können
– eine Wolldecke o.ä.

Eva Biard ist Dozentin für Kunstdidaktik der Primarstufe an der HBKSaar, Ulrike Tiedemann ist Professorin für Elementare Musikpädagogik an der HfMSaar.

 

Tim Vollmer

Das Internet nutzen für den Kunstunterricht

Computer und Internet haben sich längst als Werkzeuge der täglichen Arbeit in unserem Alltag etabliert. Während der Computer vor allem als elektronische Schreibmaschine und privates Datenarchiv fungiert, bietet das Netz einen reichhaltigen Fundus an Informationen, Medien, Materialen und Bildern aller Art. Doch wie findet man diese? In dem Workshop sollen die Grundlagen der digitalen (Bild-)Recherche, Bilddatenbanken, Präsentationstechniken, CC- und OER-Lizenzen und deren Nutzen für den Kunstunterricht vorgestellt bzw. erarbeitet werden.

Falls vorhanden, bitte Laptop mitbringen!

Tim Vollmer studiert Kunsterziehung und Produktdesign an der HBKsaar. In seiner Abschlussarbeit geht es um Augmented Teaching.

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